Fehlendes Rennglück im Tschechischen Most

Sonntag, August 5, 2018

Nach ihrem erfolgreichen Saisonauftakt und den ersten Punkten in Oschersleben wollte das neue Team EFP von TECE bei den beiden GT-Masters-Rennen im tschechischen Most an ihre guten Leistungen anknüpfen.

 

Team Erhart //Kaffer

Mit dem siebten Platz im ersten freien Training, startete das Wochenende für das Fahrerduo Elia Erhart // Pierre Kaffer äußerst vielversprechend.

Elia Erhart: „Unser Audi R8 LMS hat sich hier in Most extrem gut angefühlt, was sich auch im Zeitentableau widerspiegelt hat. Leider ist es uns jedoch nicht ganz gelungen, die gute Performance aus dem freien Training in das Qualifying zu übertragen. Hier haben wir noch deutliche Reserven bei den nächsten Rennen“, so Erhart. „In dieser Saison ist einfach alles so dicht beisammen, dass man schon eine hundertprozentig perfekte Runde braucht, um am Ende annähernd vorne mit dabei zu sein. Es ist echt unglaublich, wie eng es zur Sache geht. Die ersten 25 Autos lagen im Qualifying innerhalb von einer Sekunde.“ Nach dem schwierigen Qualifying wollte es Elia Erhart im Rennen dann deutlich besser machen. Doch nach einem guten Start kollidierten unmittelbar vor ihm mehrere Fahrzeuge miteinander.
Elia Erhart: „Ich war auf einmal leider mittendrin in der Massenkarambolage und hatte keine Chance mehr auszuweichen. Zwar konnten wir die Fahrt fortsetzen, sind jedoch bis ans Ende des Feldes zurückgefallen.“
Doch am Ende des Rennes überquerte das Fahrerduo das Ziel auf dem 19. Rang.
Am Sonntag ging es von der 26. Position weiter. Erharts Teamgefährte Pierre Kaffer fuhr diesmal den Start, aber auch ihn verfolgte das Pech. "Ein anderer Teilnehmer ist uns hinten aufs Heck gefahren und wir wurden sozusagen von ihm auf unseren Vordermann geschoben. Leider waren die Beschädigungen an unserem Wagen zu stark, sodass wir nach dem Unfall vorzeitig aufgeben mussten."

 

Team Spengler // Vanthoor

Florian Spengler: „Wir haben auf dieser anspruchsvollen Strecke ausgiebig getestet und waren wirklich sehr gut vorbereitet und erhoffen uns hier Einiges.“

Leider sollte es anders kommen. Schon das Zeittraining am Samstagmorgen verhieß wenig Gutes, denn als Florian Spengler seine Reifen gerade auf dem Peak hatte und seine schnelle Runde in Angriff nahm wurde das Qualifying mit roter Flagge unterbrochen.
„Die Zeit läuft dabei aber weiter, das Optimum der Reifen konnten wir nicht mehr nutzen und dann gab es keine wirklich freie Runde mehr, so ist es nur Startplatz 27.“ erklärt Florian.

Im anschließenden Rennen sollte es noch schlimmer kommen, bereits in der ersten Runde wurde Florian Spengler in einen Unfall verwickelt: „Mein Start war gut, aber leider hat ein Mitbewerber die erste Schikane doch sehr optimistisch in Angriff genommen, flog vor Kurve zwei unmittelbar vor mir über die Kerbs wieder auf die Strecke zurück und löste dabei eine Karambolage mit mehreren Fahrzeugen aus. Ich musste stark abbremsen, bekam von hinten einen Schlag und landete dann selbst im Kiesbett. Leider so tief, dass ich da nicht mehr herauskam, zumal der Treffer von hinten mir das Getriebe auf Leerlauf gestellt hat. Nicht zu fassen, Schluss bereits nach der ersten Kurve, das ist mega enttäuschend“ schildert Florian die Situation.

Auch das zweite Rennen sollte nicht besser laufen. Dries Vanthoor hatte im Zeittraining einen guten Startplatz in der vierten Reihe herausgefahren. Doch leider schied auch Vanthoor nach einer unverschuldeten Kollision im Sonntagsrennen vorzeitig aus.
„So viel Pech hatten wir schon lange nicht mehr, wir waren überzeugt, hier wieder ein gutes Ergebnis erzielen zu können. Der Spruch that’s racing tröstet da nicht wirklich.“ so Florians Fazit.

Ungeachtet dessen hat das Team EFP von TECE im Vergleich zum Saisonauftakt in Oschersleben einen deutlichen Sprung nach vorne gemacht.
Elia Erhart: „Das liegt vor allem auch an der guten Zusammenarbeit mit der Holzer Firmengruppe. Die Jungs machen im technischen Bereich einen fantastischen Job. Man hat fast den Eindruck, dass sie schon seit Jahren im ADAC GT Masters dabei wären, obwohl sie erst gerade neu eingestiegen sind.“

 

Nächstes Rennen:  ADAC GT Masters / Spielberg (A) / Red Bull Ring  / 08. Juni 2018 - 10. Juni 2018

 

 

Bild Copyright Michael Ehrensperger

 

 

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