Riesenpech für das ADAC Opel Rallye Junior Team

Sonntag, Juni 30, 2019

Enttäuschung für die Opel-Junioren Lundberg und Munster bei der Rallye Polen. Beide ADAM-R2-Teams scheiden mit Aussicht auf einen Podestplatz vorzeitig aus.

 

Rüsselsheim/München/Mikolajki. Das ADAC Opel Rallye Junior Team hat beim vierten Lauf der Rallye-Junior-Europameisterschaft (FIA ERC3 Junior Championship) im Rahmen der 75. Rallye Polen den greifbar nahen Podestplatz verpasst. Auf den Rängen 3 und 5 liegend, schieden die Opel-Junioren Elias Lundberg (21, Schweden) und Grégoire Munster (20, Luxemburg) in der 13. von 15 Wertungsprüfungen jeweils mit einem Problem an der Kraftübertragung aus.

 

Vorausgegangen war ein beinharter Kampf gegen die besten Rallye-Talente Europas, in der die Top-Teams auf den materialmordenden Schotterpisten rund um Mikolajki ihre Fahrzeuge bis ans äußerste Limit trieben. Nach der ersten Etappe am Samstagabend hatten die beiden Werks-ADAM R2 nur um zwei Zehntelsekunden getrennt auf den Positionen 6 (Lundberg/Arhusiander) und 7 (Munster/Louka) gelegen. Am Schlusstag machten die beiden Opel-Duos jeweils drei Positionen im Klassement gut, bis in der drittletzten Wertungsprüfung das jähe Ende kam.

 

„Ein Jammer“, haderte Lundberg. „Einen Podestplatz vor Augen so kurz vor dem Ziel auszufallen, ist natürlich hart. Wir hatten im Gegensatz zu einigen Konkurrenten bis dahin keinen Fehler gemacht. Es tut mir leid fürs gesamte Team, das so hart gearbeitet hat. Die Jungs hätten den Podestplatz verdient gehabt.“ Auch Teamkollege Munster war enttäuscht: „Unser Plan war es, weitere Erfahrung auf Schotter zu sammeln, uns nach und nach an das hohe Tempo der Spitze heranzutasten und die eine oder andere gute WP-Zeit zu setzen. Wir konnten den Kontakt zu Elias halten und uns gemeinsam mit ihm nach vorne arbeiten. Wer weiß, vielleicht wäre sogar ein Podestplatz möglich gewesen. Aber Hätte und Wäre zählen im Motorsport eben nicht.“

 

Opel Motorsport Direktor Jörg Schrott tröstete seine Piloten: „Das sind die harten Lektionen, die eben auch zur Entwicklung eines jungen Rennfahrers gehören. Nachdem Elias und Grégoire in der ersten Etappe kontrolliert unterwegs gewesen waren, wollten wir in der zweiten Etappe attackieren, um den Druck auf die hier wieder einmal enorm starke Spitze zu erhöhen. Das hat zunächst gut funktioniert, ein Podestplatz wäre möglich gewesen. Umso größer ist nun natürlich die Enttäuschung. Aber auch die werden wir als Team wegstecken.“

 

Der fünfte und vorletzte Lauf der FIA ERC3 Junior Championship 2019 findet vom 20. bis 22. Juli im Rahmen der Rally di Roma Capitale statt. Wie beim Junior-EM-Saisonfinale Mitte August in Tschechien geht es rund um die italienische Hauptstadt auf Asphalt zur Sache.

 

 

Stand FIA ERC3 Junior nach 4 von 6 Läufen:

1. Furuseth 92. 2. Llarena 89. 3. Torn 78. 4. Antunes 71. 5. Franceschi 57. 6. Rokland 33. 7. Lundberg 28. 8. Cais 28. 9. Munster 24. 10. Wagner 18. 11. Schwedt 18. 12. Hokkanen 14.

 

 

 

 

 

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